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Erinnern an den Holocaust / Remembering the Holocaust
40,00 €*
Wie kann das Erinnern an den Holocaust weitergegeben werden, wenn es keine Zeitzeug*innen mehr gibt? Die Beiträger*innen dieses durchgehend zweisprachigen Bands versammeln die Erfahrungen des Projekts »In Echt?«, das mit VR-Technologie und medienpädagogischen Konzepten ein neues Nachdenken über pädagogische Verantwortung ermöglicht. Dabei fokussieren sie auf die Frage, wie digitale Formate Empathie und historisches Verständnis fördern können, ohne Authentizität oder Komplexität zu reduzieren, durchleuchten aber auch die ethischen Strukturen einer Erinnerungskultur im Wandel – eine dringliche Bekräftigung für die Auseinandersetzung mit den Erfahrungen Überlebender, die gerade im gegenwärtigen politischen Klima für die demokratische Selbstvergewisserung unverzichtbar ist.
How can memories of the Holocaust be passed on when the eyewitnesses are no longer here? The authors of this fully bilingual volume illuminate and analyze the »For real?« project whose VR technology and media-focused approach spark new ideas about educational responsibility. Their contributions explore how digital formats can foster empathy and historical understanding without reducing authenticity or complexity, and also examine the ethical frameworks of a memory culture in transition. The result is an urgent reaffirmation of the need to engage with the experiences of the survivors – indispensable for safeguarding democratic self-understanding in today’s political climate.
Kunst und Kultur nach dem Nationalsozialismus
24,00 €*
Über den Umgang mit Diktatur und Verfolgung im Kulturbetrieb des geteilten Nachkriegsdeutschlands.
Die zeithistorischen und kunstwissenschaftlichen Meistererzählungen waren lange von der falschen Vorstellung eines Neubeginns im Kunstbetrieb nach 1945 geprägt. Deshalb vermessen Historiker:innen und Kunsthistoriker:innen im vorliegenden Band die Bedeutung des »Betriebssystems Kunst« für die NS-Aufarbeitung sowie für Demokratisierungsprozesse nach dem Ende der NS-Herrschaft. Verlief die Auseinandersetzung mit Diktatur- und Verfolgungserfahrung in der bildenden Kunst synchron zu derjenigen der Gesamtgesellschaft oder ergaben sich eigene Resonanzräume, Blockaden oder Neuanfänge? Mit Blick auf Künstler, Kunstvereine, Museen sowie die Kunstgeschichte analysieren die Autor:innen höchst widersprüchliche Bezugnahmen auf die NS-Kunst und die NS-Kunstpolitik im geteilten Nachkriegsdeutschland. Sie fragen nach personellen Kontinuitäten und Netzwerken, nach der Beharrungskraft kunstvermittelter politischer Denkmuster, aber auch nach Wandlungen des ästhetischen Kanons, Veränderungen im gesellschaftlichen Gebrauch von Kunst sowie ihren unterschiedlichen Funktionalisierungen in der Systemkonkurrenz des Kalten Krieges.
We remember – die 86
25,00 €*
Dieses Buch ist das Ergebnis einer deutsch-französischen Begegnung von Lehrenden und Studierenden, die im Juni 2023 im Elsass stattfand – mit Nachkommen von Opfern eines NS-Wissenschaftsverbrechens, die eigens aus den USA, Israel, der Schweiz und dem Süden Frankreichs anreisten. 86 aus mehreren europäischen Ländern stammende jüdische Frauen und Männer wurden Mitte August 1943 im KZ Natzweiler-Struthof ermordet, um mit ihren Skeletten die Anthropologische Sammlung der damaligen Reichsuniversität Straßburg zu erweitern.
Mit zahlreichen Bildern und Berichten dokumentiert und erzählt dieses Buch eine besondere Geschichte: die wechselvolle, private wie auch universitäre Erinnerung an dieses Verbrechen zum Ersten, die damit verbundenen, im Wandel befindlichen transnationalen Erinnerungskulturen der Gegenwart zum Zweiten und die didaktisch-pädagogische Vermittlung des Erinnerns in Gedenkstätten zum Dritten.
Denn die Nachkommen, die Lehrenden und die Studierenden waren sich in Strasbourg von Anfang an einig: We Remember