Landsynagogen in Franken
Das Beispiel der jüdischen Gemeinde Allersheim
- Erscheinungsjahr: 2024
- Seiten: 448
- Bindung: gb
Diese Feststellung von Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, bringt etwas zum Ausdruck, was vielen Menschen heute nicht mehr geläufig ist: das einst selbstverständliche Nebeneinander von Kirche und Synagoge in den ländlichen Regionen Frankens. Besonders im 18. und 19. Jahrhundert bestanden in zahlreichen Ortschaften jüdische Gemeinden, die ein eigenes Bethaus besaßen, in welchem häufig als bauliches Standardprogramm neben dem Betsaal eine Wohnung für den Rabbiner und seine Familie sowie eine Mikwe untergebracht waren. Das äußere Erscheinungsbild blieb dabei – anders als bei christlichen Gotteshäusern – nicht selten zurückgenommen, viele Landsynagogen waren als solche kaum erkennbar.
Auch die ehemalige Synagoge aus dem unterfränkischen Allersheim wirkt von außen eher wie ein Bauernhaus – sie steht seit 2023 wiederaufgebaut im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim und ist damit die einzige Synagoge in einem süddeutschen Freilichtmuseum. Der vorliegende Band widmet sich ausführlich der Bauhistorie dieses Gebäudes wie grundlegend der baulichen Entwicklung der Landsynagogen in Franken vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Weitere Beiträge nehmen die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Ochsenfurter Gau in den Blick, spüren einzelnen Allersheimer Jüdinnen und Juden in kurzen Biografien nach und beleuchten kultur- sowie religionsspezifische Aspekte gemeindlichen jüdischen Lebens.
Abschließend geht es anhand konkreter Beispiele um die Frage, wie man „Jüdisches“ in einem Museum überhaupt ausstellen kann und welche denkmalpflegerischen und museumspädagogischen Konzepte ehemaligen Synagogen als Gedenk- und Begegnungsstätten in Bayern zugrunde liegen.
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