So geschah es. 7. Oktober. Vor aller Augen.
Autor: Noll, Chaim (Hg.)
2.Autor: Schermann, Simone (Hg.)
Erscheinung: 2026
Seiten: 200
Produktinformationen "So geschah es. 7. Oktober. Vor aller Augen."
Achtzehn jüdische Stimmen zum 7. Oktober: Ein Sammelband gegen das Vergessen des Hamas-Massakers Zwei deutsche Verlage lehnten das Projekt ab – aus Furcht vor antisemitischen Angriffen. Die Achgut Edition übernahm die Publikation.
Zum dritten Jahrestag des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 haben Chaim Noll und Simone Schermann einen Sammelband herausgegeben, der einem einzigen Ziel dient: dem Vergessen entgegenzuwirken.
Achtzehn Autorinnen und Autoren aus fünf Ländern – Schriftstellerinnen, Journalisten, Wissenschaftler und Aktivistinnen aus Deutschland, Israel, Österreich, Frankreich und den USA – legen Zeugnis ab: unzensiert, ohne Rücksicht auf politische Erwartungen, ohne Scheu, die Täter beim Namen zu nennen.
Das Buch beginnt mit den Leichen. Orit Arfa schildert den Bericht des israelischen Kriminalbeamten Sharon Abergil, der rund 300 Leichen identifizierte. Simone Schermann liefert eine dokumentarische Rekonstruktion der sexualisierten Gewalt – Augenzeugenbericht, ZAKA-Protokolle, parlamentarische Kommissionsberichte.
Henryk M. Broder seziert die deutsche Reaktion: Antisemitismus-Beauftragte, die Juden von der Kippa abraten. Noam Petri analysiert, warum der westliche „egalitäre Liberalismus“ in seiner inneren Logik zwangsläufig antisemitisch enden muss.
Eldad Beck dokumentiert die neue Normalität des Judenhasses in Bosnien, Belgien, Großbritannien und den Niederlanden.
Barbara Honigmann erzählt mit ihrem charakteristischen Ton zwischen Ironie und Trauer.
Chaim Noll schreibt einen Traktat über Liebe und Hass – und landet bei der These, dass Liebe die Kraft ist, die Kriege gewinnt. Das Buch historisiert das Massaker nicht: es verortet es in der Gegenwart.