Schwarze Samstage
Roman eines Jahres
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Autor: Biller, Maxim
Erscheinung: 2026
Seiten: 304
Bindung: gb
Produktinformationen "Schwarze Samstage"
Eigentlich dachte Ari, der
Ich-Erzähler von Maxim Billers neuem Roman, Ende der siebziger Jahre sei
das Schlimmste vorbei gewesen: Nach ihrer Flucht aus der
kommunistischen Tschechoslowakei, wo sein Vater als Jude und Zionist vom
Geheimdienst überwacht wurde, landeten er und seine Familie in einer
Hamburger Altbauwohnung im legendären Grindelviertel. Wo früher ein
blühendes jüdisches Leben war, saßen bei Aris Ankunft linke Gymnasiasten
und Studenten der Nach-68er-Generation in Cafés und Seminarräumen und
träumten vom Ende Israels. Als er dann aber 1982, zu Beginn des goldenen
Pop-Jahrzehnts, zum Studieren nach München weiterzog, schienen sich die
Wolken des neualten Judenhasses verzogen zu haben. Dass der
wiederkommen würde, offener, radikaler, hätte Ari nie gedacht - bis zu
dem Tag im Oktober 2023, an dem Hamas-Terroristen, erfüllt von
tiefreligiöser, exterminatorischer Wut, den Süden Israels überfielen. Woher,
fragte sich Ari seitdem, kommt der ewige Wunsch der anderen nach der
völligen Vernichtung der Juden? Dieser nachdenkliche, mitreißende,
hochpoetische Roman, den man auch als Prequel zu Maxim Billers
gefeiertem Memoir »Der gebrauchte Jude« lesen kann, gibt auf diese Frage
eine überraschende und zugleich sehr reflektierte Antwort.
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