Franz Kafka – Zeichnungen und Notizen
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Autor: Llovet, Jordi
Erscheinung: 2026
Seiten: 160
Bindung: gb
Produktinformationen "Franz Kafka – Zeichnungen und Notizen"
»Du, ich war einmal ein grosser
Zeichner, nur habe ich dann bei einer schlechten Malerin schulmässiges
Zeichnen zu lernen angefangen und mein ganzes Talent verdorben. Denk
nur! Aber warte, ich werde Dir nächstens paar alte Zeichnungen schicken,
damit Du etwas zum Lachen hast. Jene Zeichnungen haben mich zu seiner
Zeit, es ist schon Jahre her, mehr befriedigt, als irgendetwas.« So
schrieb es Franz Kafka (1883-1924), den die Welt als einen der
bedeutendsten Autoren des 20. Jahrhunderts kennt, im Februar 1913 an
seine damalige Verlobte Felice Bauer (1887-1960). Kafka interessierte
sich als junger Student für Kunst und ihre Geschichte und zeichnete vor
allem zwischen 1903 und 1907.
In diesem Buch sehen Sie zahlreiche, erst seit wenigen Jahren bekannte Zeichnungen Kafkas. Der spanische Kafka-Kenner und Autor dieses Buches, Jordi Llovet, schreibt in seinem Vorwort: »Um die Zeichnungen nicht isoliert zu präsentieren, haben wir einige Passagen von Kafka hinzugefügt, die wir seinen Erzählungen, Tagebüchern und seinem Briefwechsel entnommen haben. Diese Fragmente können viel oder wenig mit der Illustration zu tun haben, die sie begleiten. Manchmal fast gar nichts; doch erschien es uns unumgänglich, den Lesern diese Zeichnungen in Verbindung mit Texten anzubieten, da sie das Werk eines Schriftstellers und nicht eines professionellen Grafikers sind, auch wenn Kafka in seinen jungen Jahren daran gedacht hatte, diesen Beruf zu ergreifen.«
Über die Zeichnungen schreibt Autor Llovet: »Man kann nicht behaupten, dass Franz Kafka ein Zeichner von allererster Güte war, weder wenn man die Zeichen- und Malerei-Szene seiner Lebenszeit betrachtet, noch wenn man seine Zeichnungen im stets schwankenden Licht eines objektiven und anachronistischen Maßstabs betrachtet.«
Es gab einen, dem wir letztendlich all das verdanken können: Kafkas Freund, Förderer und Herausgeber Max Brod (1884-1968). Brod, wie Kafka in Prag geboren, war Schriftsteller, Musik- und Theaterkritiker. Auch wenn sein literarisches Werk heute nicht mehr von großer Bedeutung ist, so ist er doch bekannt als Herausgeber und Bewahrer von Kafkas Werken.
1968 starb Max Brod und fortan gehörten Briefe, handschriftliche Manuskripte und Original-Zeichnungen Kafkas seiner Lebensgefährtin und Sekretärin Ilse Ester Hoffe (1906-2007), die er als Erbin eingesetzt hatte. Hoffe lehnte alle Bitten um Veröffentlichung ab, hin und wieder erlaubte sie zumindest das Anschauen - gegen hohe Bezahlung. 1982 willigte sie schließlich in eine Kritische Ausgabe bei S. Fischer ein, allerdings ohne die Zeichnungen, die sie zuletzt in einem Züricher Bankschließfach aufbewahrte - und der Öffentlichkeit weiterhin vorenthielt.
Dann aber änderte sich nach langem Streit vor Gericht die Lage: Die jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem erhielt den gesamten Nachlass von Max Brod! Und siehe da: Über 100 unbekannte Zeichnungen Kafkas, in Heften oder auf Zetteln, kamen zutage. Llovet schreibt in seinem Vorwort: »Die Folge dieses verwirrenden und fast unheimlichen Prozesses war, dass das spanischsprachige Publikum erst 2021 alle Zeichnungen Kafkas zu sehen bekam.«
In diesem Buch sehen Sie zahlreiche, erst seit wenigen Jahren bekannte Zeichnungen Kafkas. Der spanische Kafka-Kenner und Autor dieses Buches, Jordi Llovet, schreibt in seinem Vorwort: »Um die Zeichnungen nicht isoliert zu präsentieren, haben wir einige Passagen von Kafka hinzugefügt, die wir seinen Erzählungen, Tagebüchern und seinem Briefwechsel entnommen haben. Diese Fragmente können viel oder wenig mit der Illustration zu tun haben, die sie begleiten. Manchmal fast gar nichts; doch erschien es uns unumgänglich, den Lesern diese Zeichnungen in Verbindung mit Texten anzubieten, da sie das Werk eines Schriftstellers und nicht eines professionellen Grafikers sind, auch wenn Kafka in seinen jungen Jahren daran gedacht hatte, diesen Beruf zu ergreifen.«
Über die Zeichnungen schreibt Autor Llovet: »Man kann nicht behaupten, dass Franz Kafka ein Zeichner von allererster Güte war, weder wenn man die Zeichen- und Malerei-Szene seiner Lebenszeit betrachtet, noch wenn man seine Zeichnungen im stets schwankenden Licht eines objektiven und anachronistischen Maßstabs betrachtet.«
Es gab einen, dem wir letztendlich all das verdanken können: Kafkas Freund, Förderer und Herausgeber Max Brod (1884-1968). Brod, wie Kafka in Prag geboren, war Schriftsteller, Musik- und Theaterkritiker. Auch wenn sein literarisches Werk heute nicht mehr von großer Bedeutung ist, so ist er doch bekannt als Herausgeber und Bewahrer von Kafkas Werken.
1968 starb Max Brod und fortan gehörten Briefe, handschriftliche Manuskripte und Original-Zeichnungen Kafkas seiner Lebensgefährtin und Sekretärin Ilse Ester Hoffe (1906-2007), die er als Erbin eingesetzt hatte. Hoffe lehnte alle Bitten um Veröffentlichung ab, hin und wieder erlaubte sie zumindest das Anschauen - gegen hohe Bezahlung. 1982 willigte sie schließlich in eine Kritische Ausgabe bei S. Fischer ein, allerdings ohne die Zeichnungen, die sie zuletzt in einem Züricher Bankschließfach aufbewahrte - und der Öffentlichkeit weiterhin vorenthielt.
Dann aber änderte sich nach langem Streit vor Gericht die Lage: Die jüdische Nationalbibliothek in Jerusalem erhielt den gesamten Nachlass von Max Brod! Und siehe da: Über 100 unbekannte Zeichnungen Kafkas, in Heften oder auf Zetteln, kamen zutage. Llovet schreibt in seinem Vorwort: »Die Folge dieses verwirrenden und fast unheimlichen Prozesses war, dass das spanischsprachige Publikum erst 2021 alle Zeichnungen Kafkas zu sehen bekam.«
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