Der Graf Luna
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Autor: Lernet-Holenia, Alexander;
2.Autor: Kriegleder, Wynfrid (Hg.)
Erscheinung: 2026
Seiten: 280
Bindung: gb
Ergänzung: Portraitfoto des Autors
Produktinformationen "Der Graf Luna"
WIEN IN DEN FRÜHEN FÜNFZIGER
JAHREN...Alexander Jessiersky, österreichischer Aristokrat
russisch-polnischer Abstammung, bewohnt mit seiner Familie ein
prächtiges Stadtpalais im Wiener Ersten Bezirk. Er verhält sich nach dem
Anschluss unauffällig und angepasst - und geht als Profiteur und
Kriegsgewinnler aus dem Zweiten Weltkrieg hervor. Doch die Vergangenheit
lässt sich nicht so einfach begraben. Jessiersky trägt Mitschuld an der
Deportation eines Mannes ins Konzentrationslager Mauthausen: Des Grafen
Luna. Ist es dieser totgeglaubte Graf, den er plötzlich im Nebel
sichtet und der nun Rache an ihm und seiner Familie nehmen will?
Getrieben von Schuldgefühlen und zunehmend ins Paranoide übergreifender
Angst, gerät Jessiersky immer tiefer in den Bann der rätselhaften
Gestalt und dessen wechselvoller Familiengeschichte, mit der er sich
manisch zu beschäftigen beginnt. Doch so sehr er sich auch vom Albdruck
des Geschehenen befreien will: Der geheimnisvolle Graf Luna verfolgt ihn
gleich einem Dämon durch das flackernde Wien der Nachkriegszeit, taucht
an den ungewöhnlichsten Orten auf und raubt ihm jeden Seelenfrieden.
Nur eine radikale Entscheidung kann die erhoffte Erlösung
bringen...Lernet-Holenias später Roman "Der Graf Luna", der 1955 bei
Zsolnay erschien und seitdem zu Unrecht in Vergessenheit geriet, ist ein
beeindruckendes Werk voll phantastischer Atmosphäre, psychologischer
Spannung und stilistischer Eleganz. Im literarischen Spiel mit Motiven
wie Schein und Wahrheit, Schuld und Verantwortung arbeitet
Lernet-Holenia die Erfahrung des Nationalsozialismus in Österreich und
die Verstrickung Einzelner darin auf. Im Verlag Das vergessene Buch
wollen wir mit der Neuausgabe dieses bedeutenden Zeitromans die
Wiederentdeckung eines der wichtigsten österreichischen Erzählers des
20. Jahrhunderts zum 50. Todestag des Autors, der sich am 3. Juli 2026
jährt, nachhaltig einläuten."...ein Autor mit federleichtem,
ungezwungenem Stil, der versucht, dem alten österreichischen Barock eine
moderne Wendung zu geben..."- Claudio Magris"Er war Stilkünstler
höchsten Grades, ein Meister des Aphorismus und ein großer
Geschichtenerzähler; seine historische Treue engverbunden mit magischem
Gespür für den Aberglauben der Vergangenheit."- Hilde Spiel
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