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Apfelblütenträume

Produktinformationen "Apfelblütenträume"

Vier virtuose Versuche über den Apfel: die Büchnerpreisträgerin erweist sich einmal mehr als geniale literarische Spurensucherin.

Ursula Krechel gelingt es, erzählend einen Apfel in vier Hälften zu teilen. So alltäglich, so unscheinbar die Frucht auch sein mag, so geht es hier doch um nichts weniger als um alles. Ursula Krechel erzählt von einer Reise zum Ursprung des Apfels, die sie nie angetreten hat. Von Korbinian Aigner, der als politischer Häftling im KZ Dachau Äpfel züchtet – am Ende seines Lebens hat er hunderte Sorten bestimmt und gemalt. Von Katherine Mansfield und Virginia Woolf und zwei Arten von Einsamkeit, gegen die auch das Schreiben nicht hilft. Und von dem Lyriker Michael Hamburger, als jüdisches Kind vor den Nazis nach England geflüchtet, dem es nie wieder gelang, in der deutschen Sprache seine Wurzeln zu finden.

Ursula Krechels Essays sind Aufzeichnungen einer Denkbewegung, die immer dem genaueren Sehen dient. Versuche, das zu beschreiben, was sich dem ersten Blick entzieht. Nie genügt ihr, was sie bereits weiß. Deshalb ist ihre Literatur immer lehrreich, aber nie belehrend.
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