Abschied von der Erinnerung
Zur Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Holocaust
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Autor: Knigge, Volkhard
Erscheinung: 2026
Seiten: 208
Produktinformationen "Abschied von der Erinnerung"
Die extreme Rechte gewinnt in Deutschland stetig an Zustimmung. Die AfD
hat sich in den Parlamenten fest etabliert; sie relativiert den
Nationalsozialismus, verschiebt die Grenzen des Sagbaren und schreibt
Geschichte um. Auch wenn Deutschland als durch die Erinnerung an den
Nationalsozialismus geläutertes Land gilt, hat die Erosion der
sogenannten Erinnerungskultur längst begonnen. Moralisch aufgeladene
Floskeln verdrängen historisches Wissen und Urteilsfähigkeit. Erinnern
löst sich von kritischem Geschichtsbewusstsein, dient imaginären
Identitätskonstruktionen und befördert Erinnerungskämpfe. Vor diesem
Hintergrund bedeutet Abschied von der Erinnerung vor allem, sich von
Läuterungsgewissheit und Selbstzufriedenheit zu verabschieden und sich
den Fallstricken des Erinnerns bewusst zu werden.
Dieses Buch ist ein Einspruch gegen ein Erinnern, das historisches Begreifen zugunsten entlastender Identifikation mit »den« Opfern und kollektiver Identität in den Hintergrund drängt. Historisches Erinnern sollte, so das Plädoyer Volkhard Knigges, an ein kritisches Geschichtsbewusstsein und wirksame Gesellschaftskritik gekoppelt sein. Er spricht in diesem Essay nicht nur als Historiker, hat er doch die konkrete Arbeit von KZ-Gedenkstätten in Deutschland geprägt wie kaum ein anderer.
Dieses Buch ist ein Einspruch gegen ein Erinnern, das historisches Begreifen zugunsten entlastender Identifikation mit »den« Opfern und kollektiver Identität in den Hintergrund drängt. Historisches Erinnern sollte, so das Plädoyer Volkhard Knigges, an ein kritisches Geschichtsbewusstsein und wirksame Gesellschaftskritik gekoppelt sein. Er spricht in diesem Essay nicht nur als Historiker, hat er doch die konkrete Arbeit von KZ-Gedenkstätten in Deutschland geprägt wie kaum ein anderer.
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