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Arthur Greiser

Ein Naziverbrecher und sein »Mustergau« in Polen

Produktinformationen "Arthur Greiser"

Arthur Greiser war einer der schlimmsten Kriegsverbrecher der Nazi-Zeit. Im September 1939 zum Gauleiter und Reichsstatthalter ernannt, wollte er aus der ehemaligen Provinz Preußen im Wartheland einen »Mustergau« machen. Heraus kam ein gigantomanisches Terrorsystem, das selbst nach NS-Maßstäben seinesgleichen suchte. Dieter Schenk und Witold Kułesza legen die erste Gesamtbiografie über Greiser vor und dokumentieren auch den Prozess gegen ihn, der 1946 mit seiner Hinrichtung endete.
Arthur Geiser, 1897 geboren und getrieben von brennendem Ehrgeiz, war enthemmt, brutal und skrupellos – der ideale Vollstrecker des Nazitums. Ausdrücklich erlaubte ihm Hitler, Juden »nach eigenem Gutdünken« zu vernichten und Polen »auszurotten«. Greiser trägt die persönliche Verantwortung für die Ermordung von 270.000 Menschen im »Ghetto Litzmannstadt«, im Vernichtungslager Chełmno, durch die »Intelligenzaktion« und unter der katholischen Priesterschaft. Im Juli 1946 wurde er zum Tode verurteilt und öffentlich hingerichtet. Doch sein Ankläger, der polnische Rechtsprofessor Mieczyslaw Siewerski, wurde von den Kommunisten später selbst verfolgt. Anstatt seine Rolle zu würdigen, verurteilten sie ihn wegen angeblicher Faschistifizierung vor dem Krieg zu fünf Jahren Gefängnis. Das vorliegende Buch soll auch an dieses Unrecht erinnern und ist Siewerski gewidmet.
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