„Dunkle Gegenwart“. Zum Tag der Befreiung am 8. Mai.

Zum Tag der Befreiung am 8. Mai

„Dunkle Gegenwart“
von Rachel Salamander


Es sind nur sechs handgeschriebene DIN-A-4-Blätter: die Tagebucheintragungen der 18jährigen Ingeborg Bachmann vom Spätsommer 1944 bis zum Juni 1945. Das Dritte Reich strauchelt bereits, die Bombenangriffe der Alliierten sind massiv.

In den Aufzeichnungen lernen wir eine junge Frau kennen, die anders als ihr Klagenfurter und Kärtner Umfeld, keine Nazisse werden wollte. Mitten in der tiefsten Provinz der „Ostmark“ im Dreiländereck zu Slowenien und Italien, einer Hochburg der braunen Deutschtümelei, liest die Abiturientin Ingeborg Bachmann verbotene Literatur: Thomas Mann und Stefan Zweig, Schnitzler und Hofmannsthal. Und als der Krieg zu Ende ist, feiert sie in ansteckender Euphorie die Freiheit: „Das ist der schönste Sommer meines Lebens, und wenn ich hundert Jahre alt werde – das wird der schönste Frühling und Sommer bleiben. Vom Frieden merkt man nicht viel, sagen alle, aber für mich ist Frieden, Frieden! Die Leute sind alle so entsetzlich dumm! Haben sie denn erwartet, dass nach einer solchen Katastrophe das Schlaraffenland von einem Tag zum andern ausbricht! Mein Gott, wer hätte vor ein paar Monaten denn überhaupt gedacht, dass man es auch nur überleben wird!“

Sie trifft auf einen Soldaten der Britischen Armee, Jack Hamesh. Er konnte, obwohl damals schon achtzehn, 1938 noch mit einem der Kindertransporte aus Wien nach England flüchten. Seine Eltern wurden, wie er schreibt, „in irgendeiner Gaskammer“ ermordet. Über Italien kommt er im Mai 1945 zurück nach Österreich, ins Kärntner Gailtal, wohin Ingeborg Bachmanns Mutter mit den drei Kindern umgezogen war, als die Bombardierungen Klagenfurts begannen.

Nach der Kapitulation muß sich Ingeborg Bachmann im Büro der Field Security Section melden. Dort begegnet sie Jack Hamesh. Er ist nun Mitte zwanzig. Auf der Suche nach Nazis verhört er auch sie. Was für ein Zusammentreffen: Er, der Entkommene, der aber alles verloren hatte und allein zurückgeblieben war, und sie, die Tochter eines frühzeitig, 1932, in die NSDAP eingetretenen Wehrmachtsoffiziers. Es stellt sich schnell heraus, daß sie trotzdem eines Geistes Kinder sind.

1946, kurz vor Ostern, wandert Jack Hamesh nach Palästina aus. Sie schreiben sich. Das Kriegstagebuch und diese Briefe sind ein einzigartiges Dokument der condition humaine. Nicht nur sind sie ein sehr frühes Zeugnis über das unmittelbare Zusammentreffen eines Naziopfers und einer aus dem Nazimilieu. Die Aufzeichnungen zeigen auch eine bewundernswert entschlossene junge Frau, die im Nationalsozialismus schon wusste, was richtig und falsch ist und dass man mitnichten Nazi werden musste. Es gab Handlungsspielraum. Die Briefe von Jack Hamesh andererseits geben auf berührendste Weise Auskunft über einen vollkommen Entwurzelten, der um einen Neuanfang in Palästina ringt.  

Beim Lesen von Bachmanns Tagebuch ist mir immer wieder eine Stelle aus Ruth Klügers Autobiographie „Weiter leben“ durch den Kopf gegangen. Da beschreibt Klüger, wie sie, gerade Auschwitz entronnen, mit der eingravierten Nummer am Unterarm in der Regensburger Universität neben einen Christian zu sitzen kommt. Ein Techtelmechtel entspinnt sich. Mit aller Kälte sieht er über ihre Nummer und damit über ihr Schicksal hinweg, mit keinem Wort fragt er sie danach. Bei besagtem Christian handelte es sich um Martin Walser.

Ingeborg Bachmann liefert das Gegenbild. Im Mai 1948 wird sie einem anderen Gezeichneten ihre Seele öffnen: dem Dichter Paul Celan. Beider Liebesgeschichte beginnt in Wien und endet zehn Jahre später, 1958, in München.
Ruth Klüger überlebte mit ihrer Mutter durch Zufall, wie sie schreibt. Alle, die überlebten, überlebten durch Zufall oder Glück. Jüdisches Leben hätte es planmäßig überhaupt nicht mehr geben dürfen. Ruth und ihrer Mutter gelang auf einem Todesmarsch die Flucht. Sie landeten in Straubing und auch Ruth beschreibt die Zeit dort als eine glückliche. Dem zweiten Teil ihrer Autobiographie gibt sie den Titel „unterwegs verloren“. Darin schildert sie ihr Weiterleben nach dem Überleben. „All jene, die Lager überstanden haben, leben in einer dunkleren Gegenwart als andere“. Als Sechzigjährige ließ sie sich ihre KZ-Nummer chirurgisch entfernen. Doch die Spuren der Vernichtung beseitigen zu wollen, war eine Illusion.

Vier Schicksale, zwei unterschiedliche nichtjüdische, zwei jüdische. Die jüdischen konnten nicht – so, als wäre nichts geschehen – an ihr vorhergehendes Leben anknüpfen. Jack Hamesh kam wenigstens als Sieger in seine Heimat zurück, so wie die sogenannten Ritchie Boys. Im Januar feierte einer von ihnen, der Literaturwissenschaftler Guy Stern aus Hildesheim, seinen hundertsten Geburtstag. Von den Nazis verfolgt und vertrieben, kehrten diese jungen Emigranten aus Deutschland und Österreich in amerikanischer Uniform in ihre Heimat zurück. Sie arbeiteten für den US-Geheimdienst. In Camp Ritchie durchliefen sie ein rigoroses Trainingsprogramm und nach dem D-Day im Juni 1944 wurden sie zu einer entscheidenden Waffe der Alliierten gegen das Hitler-Regime.

Auch der Heidegger-Schüler und Philosoph des Prinzips Verantwortung Hans Jonas teilt das jüdische Los: Demütigung, Verfolgung, Ermordung - seine Mutter wird in Auschwitz vergast – oder Rettung durch Flucht, Emigration, Entwurzelung, Neuanfang in der Fremde mit fremder Sprache. Er teilt diese Erfahrung im Jerusalemer Exil zum Beispiel mit der in den Straßen herumirrenden Else Lasker-Schüler oder mit Gershom Scholem. Oder später in Amerika mit seiner geliebten Studienfreundin Hannah Arendt. Beim Abschied 1933 aus Deutschland hatte er sich geschworen, als Soldat einer siegreichen Armee zurückzukehren. Fünf Jahre kämpfte er in der britischen Armee, seit 1944 in der „Jüdischen Brigade“ gegen die Nazis, aber auch um seine Würde als Jude. Gleich den Kämpfern des Warschauer Ghettos, die den bevorstehenden Deportationen in die Vernichtungslager entgegentraten und zu Pessach, am 19. April 1943, einen Aufstand gegen die Deutschen Besatzer begannen. Völlig unterbewaffnet lieferten sie den Deutschen wochenlange erbitterte Kämpfe. Sie hielten den Nazideutschen länger stand als die Wehrmacht brauchte, um Polen einzunehmen.
Dieses Jahr zu Pessach kämpft ein anderes Volk um sein Überleben, um seine Freiheit. Pessach, die Exodusgeschichte, ist in der jüdischen Liturgie ein Freiheitsnarrativ, die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei. Im Ghetto Warschau wussten sie, dass es sich um einen ausweglosen Kampf handelte, doch sie wollten wenigstens mit der Waffe in der Hand sterben. Wenige konnten sich retten und sind für uns Nachgeborene Ikonen des Widerstandes.

Die Zeit der Befreiung ist ein diffuses Geschehen, vielstimmig und mit all der Komplexität einer Umbruchzeit. Hitler hatte sich am 30. April das Leben genommen, bereits am 2. Mai kapitulierte die Reichshauptstadt, nachdem sich kurz vorher auch Goebbels durch Selbstmord der Verantwortung entzogen hatte. Das „Tausendjährige Reich“ währte nur zwölf Jahre, hatte aber das Gesicht Deutschlands und Europas tief verändert. Seine Versprechen hatten sich ins Gegenteil verkehrt. Deutschland lag in Ruinen, weltweit forderte der Krieg 55 Millionen Menschenleben. Für die Besiegten bedeutete die Kapitulation Gefangenschaft, Flucht und Vertreibung, für fünf bis sechs Millionen Juden kam sie zu spät, für die wenigen hunderttausend Überlebenden war sie Befreiung.
Dieser „extreme Schicksalswechsel“ (Alexander Kluge) trägt wie jede Zeit ihre Vergangenheit und ihre Zukunft in sich. Die Einen stehen führerlos da und verharren im Alten. Andere brechen auf und suchen Zukunft. Ralph Giordano in Hamburg kriecht aus einem Erdloch voller Ratten. Cordelia Edvardson wird wie Primo Levi von russischen Truppen in Auschwitz befreit.  Dem Tode nahe bringt das Rote Kreuz Cordelia Edvardson, die Tochter Elisabeth Langässers, nach Schweden. Vierzig Jahre ihres Lebens wird sie in psychotherapeutischer Behandlung sein. Die Reihe ließe sich endlos fortsetzen, mit Rose Ausländer, Imre Kértesz, Nelly Sachs, Viktor Klemperer, Anita Lasker-Walfisch, Marcel Reich-Ranicki. Primo Levi überlebt aber genauso wenig wie Jean Améry das Überleben. Beide wählen den Freitod. Und obwohl die SS keine Spuren ihrer Verbrechen hinterlassen wollte, geben uns Selbstaussagen und vergrabene Schriftstücke authentisch Auskunft von jenen, die wie Millionen andere, den Tag der Befreiung nicht erleben durften. Nur diese seien genannt: Anne Frank, Etty Hillesum oder Adam Czerniakow. Sie haben dem Menschheitsgedächtnis den Genozid eingeschrieben.

Nicht wenige, die es bis zur Befreiung schaffen, sind wie Ingeborg Bachmann in Jubelstimmung. Dem Verhungern nahe, gemartert wie Menschen nur sein können, Todesmärschen und der Nazi-Hölle entkommen, fehlt ihnen die Kraft, die Freiheit zu feiern. Filip Müller, vom Sonderkommando in Auschwitz, zuständig für die Krematorien, erinnert sich: „Dieser Augenblick, auf den sich meine Gedanken und Wünsche drei Jahre lang fixiert hatten, löste weder Freude noch andere Gefühle in mir aus.“
Anderen ist ihr Neuanfang bald vergangen. Aufgewachsen in DP-Lagern, mit den Überlebenden der Schoah, gehören deren Erzählungen über die Leidenszeit zu meinem Leben. Sie kamen von überall her: aus Litauen, aus Polen, aus der Ukraine, aus Ungarn,   displaced persons, beherbergten diesen Rest der europäischen Judenheit, eine aus allen Winkeln Europas zusammengewürfelte Menschengruppe. Eines hatte sie jedoch alle gleichgemacht: Sie waren Juden und als solche im Nationalsozialismus nicht wert zu leben. Die Propaganda hatte bis zum einsetzenden industriellen Massenmord fast ein Jahrzehnt der Bevölkerung weisgemacht, dass Juden keine Menschen wären, um sie dann folgerichtig vernichten zu müssen. Heute hören wir, dass die Ukrainer Neonazis und Faschisten wären, die es gilt zu vernichten. Die tödliche Methode ist: Menschen ihr Menschsein abzusprechen, ihnen die Legitimität entziehen, um den Völkermord zu rechtfertigen.  

Hinter den Übriggebliebenen der Shoah lag der Weg vom Bürger bis zur weiter nicht mehr erniedrigbaren Kreatur. Sie lebten, waren aber für immer gezeichnet. „Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt. Die Schmach der Vernichtung lässt sich nicht austilgen. Das …. eingestürzte Weltvertrauen wird nicht wiedergewonnen. Daß der Mitmensch als Gegenmensch erfahren wurde, bleibt als gestauter Schrecken.“ (Jean Améry).
Willkommen war er nicht, dieser Rest der Geretteten. Er verschärfte das sowieso schon vorhandene Katastrophenbild gigantischer Flüchtlingsströme. Nach der Kapitulation des deutschen Reiches am 8. Mai 1945 befanden sich etwa 10 Millionen Nichtdeutsche auf dem Territorium des Altreiches. Dem deutschen Gewissen eine Pein, stellten sie für die Siegermächte ein schier unlösbares Problem dar. Was anfangen mit diesen nicht vorgesehenen jüdischen Leben, lebenden Mahnmalen für die verstrickten Deutschen? Es handelte sich um Träger vorher nie gekannter Erfahrungen. Jeder trug ein Stück Vernichtung in sich. Sie hatten nichts und niemanden mehr. Ihre Welt war unwiderruflich zerstört. Sie waren displaced, ohne Ort, deplaziert im Land der Täter, eine Last den Siegern. Einzig war ihre Verlassenheit zwischen 1933 und 1945, sich selbst überlassen waren sie auch nach der Befreiung. Keiner wollte sie haben, Wieder schienen die Türen der friedlichen Welt verschlossen. „Acht Monate sind seit dem Tag der Befreiung vergangen. Wir haben das ekstatische Gefühl dieses wunderbaren Tages seit langem verloren …. Wir, die Asche, die Schlacke, der Bodensatz der Öfen des Krieges. Wer hat ein Interesse an Asche und wer wird einen Haufen Abfall aufnehmen? Also bleiben wir Bettler, verdorrt und grau, in Lumpen gekleidet, die pflichtschuldigst am Knochen der Freiheit nagen. Und die Welt, die ordentliche, angenehme Welt, wärmt sich am wohltuenden Frieden und erwartet, dass wir für diesen Knochen durchaus dankbar sind.“ So steht es am 22. Dezember 1945 in „Undzer Sztyme“, Zeitschrift der Scherit Hapleita im DP-Camp Bergen-Belsen, britische Zone.

Sozial entwurzelt und politisch rechtlos, waren die Überlebenden abhängig von Hilfsorganisationen, ihre Ohnmacht war vorprogrammiert. „Wir sitzen noch immer in Lagern wie in einem luftleeren Raum …. Wir sind staatenlos, heimatlos. Was Europas Krematorien nicht verdaut haben, ist als ständiger Bissen im Rachen der internationalen Politik steckengeblieben“ schreibt Zalman Grinberg in „Dos freie Wort“ (Feldafing 1946).

Mit diesen Übriggebliebenen aufwachsend, wiegte mich ihr tägliches Weinen und das Aufzählen der Namen Toter in den Schlaf. Sie hatten geglaubt, die „Welt“ würde sie nach all den Exzessen mit offenen Armen aufnehmen. Elf Jahre nach Kriegsende existierte noch das letzte DP-Lager – quasi unter Ausschluss der deutschen Öffentlichkeit, unweit von München. Derweilen erstand die deutsche Gesellschaft wieder auf aus den Ruinen, das deutsche Wirtschaftswunder hatte sich Bewegung gesetzt.

Mich bedrängten als Kind und Jugendliche immer die gleichen Fragen: Ob denn den Juden niemand geholfen habe? Wie konnte eine Mitwelt dem Kollektivschicksal der Juden zusehen? Kein „Aufschrei des Gewissens“, wie der der „Weißen Rose“, die in der Nacht vom 3. Auf den 4. Februar 1943 Parolen an die Mauern der Universität und den umliegenden Gebäuden schrieben, hatte ihre Zeitgenossen von einer Untat abhalten können. Die Münchner lasen am nächsten Morgen: „Nieder mit Hitler – Freiheit!“ Todesmutig wiederholten die Mitglieder der Weißen Rose ihre Aktion einige Tage später und bezahlten die Flugblattaktion in der Münchner Universität vom 18. Februar, just dem Tag, an dem Goebbels im Berliner Sportpalast ein frenetisches „Ja“ zum totalen Krieg entgegenschrien wurde, mit ihrem Leben. Der Sportpalast: ein ikonographischer Ort diktatorischer Massenmanipulation. Welch ein Glück für die Nachgeborenen, dass es diese „Lichtpunkte“ (Karl Jaspers) der Weißen Rose gab.

Warum haben die Alliierten damals nicht die Bahngleise von Auschwitz bombardiert? Wie viele Leben hätte man retten können! Wieder sehen wir, wie eingelebte Formen zivilisierten Umgangs von heute auf morgen einbrechen.  Hannah Arendt sagte 1964 im berühmten Interview mit Günter Gaus: „Dieses hätte nie geschehen dürfen. Da ist irgendetwas passiert, womit wir alle nicht fertig werden.“ Vor den Augen der Weltöffentlichkeit rollen die Panzer der Vernichtung auf den Straßen der Ukraine. Wir erleben einen Albtraum von Zerstörung und Terror. Und wieder fragen Kinder: Wie kann die friedliche „Welt“ zuschauen?

Deutschland befindet sich in einer schizophrenen Lage: auf der einen Seite der Wille, sich als Lernende aus der Geschichte herauszuhalten. Es waren die Eltern und Großeltern, die mit dem Hitler‘schen Vernichtungskrieg die Welt in die bis dahin größte Katastrophe gestürzt hatten. Die Nachgeborenen haben daraus als logisches Ergebnis den Friedenspazifismus gezogen. Die einen sagen: Nie wieder Krieg, für nichts und niemand. Die anderen wollen sich im Schatten von Auschwitz auf keine Apeasementpolitik mehr einlassen, für sie schaffen Waffen Frieden. Wer die Humanität will, muss sie verteidigen. Wer ist also nun der bessere Deutsche in einer Republik, in dem der lange Arm der Vergangenheit wie von unsichtbarer Hand gelenkt, einen im moralischen Würgegriff hält. Gegen den befürchteten Dämon des Militarismus steht die unabweisbare Perspektive der Opfer. Bei allen berechtigten Zweifeln muss sie die letzte Instanz sein. „Befreiung“ meint in erster Linie diejenige der Opfer. Sie setzt die Niederlage Hitler-Deutschlands, den Sieg über das NS-Terrorsystem und dessen Vollstrecker voraus. Die Niederlage für die Deutschen, ihre Katastrophe war selbst verschuldet.
Den Überlebenden des Holocaust gelang es, nach der Befreiung mehrheitlich ihren Platz im normalen Leben wieder einzunehmen und nach außen hin zu funktionieren. Welch eine Leistung. Das Weinen aber, ist – um mit einer Zeile aus einem Gedicht Else Laskers   zu schließen – ist in der Welt geblieben. „Es ist ein Weinen in der Welt“.


Die Rede wurde am 24. April anlässlich des Gedenkens an die Befreiung des Konzentrationslagers Flossenbürg, am 23. April 2022, gehalten.
Zuerst veröffentlicht im FAZ Feuilleton am 25. April 2022.

 

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