Der verlorene Vater
Erinnerungen an Jacob Taubes
Autor: Taubes, E.
Erscheinung: 2026
Seiten: 280
Bindung: gb
Ergänzung: Aus dem Engl. von H. Kopp-Oberstebrink
Produktinformationen "Der verlorene Vater"
Ethan Taubes, der in New York lebt, hatte lange nicht mehr mit seinem
Vater gesprochen, als er von dessen Zusammenbruch und Aufenthalt in
einer psychiatrischen Klinik in Berlin erfuhr. Ein Freund und
Universitätskollege seines Vaters berichtete ihm, er habe Jacob Taubes
nach New York geholt, da er nicht zulassen könne, dass nach Auschwitz
ein Jude in einer deutschen Irrenanstalt sterbe. Doch der Zustand des
Vaters verschlechterte sich so sehr, dass ihn nur eine
Elektroschocktherapie retten konnte. Danach beschloss Jacob Taubes, nach
Berlin zurückzukehren, um dort seine Tätigkeit als Hochschullehrer
wieder aufzunehmen. Die Erzählung von Ethan Taubes beginnt an
Heiligabend mit dem letzten gemeinsamen Treffen vor der Abreise.
Gemeinsam schlendern sie ziellos durch die Stadt, machen Station in
einer Buchhandlung, in Parks, in Cafés und – zum last supper – in einem
Restaurant. Im Gespräch vermischen sich schmerzliche und traumatische
Erinnerungen an die Qualen der Kindheit und Jugend mit Diskussionen über
Literatur und Wissenschaft, über Gott, Apostel Paulus und das Judentum.
An diesem »heiligen« Abend geht es aber auch um die Auseinandersetzung
eines emotional verletzten Sohnes mit dem in intensiver Hassliebe
bewunderten Vater.
Der verlorene Vater ist die zutiefst berührende
Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung. Es ist zugleich auch die
Geschichte eines intergenerationellen Traumas, von Brüchen in der
Identität und verlorenen kulturellen Traditionen einer jüdischen Familie
nach dem Holocaust.