«Viele sind sehr sehr gut zu mir»

Else Lasker-Schüler in Zürich 1917–1939
«Viele sind sehr sehr gut zu mir»
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  • Kröger, Ute
  • 2018
  • 160
  • gb
«Hochzuverehrender Herr Doktor. Ich bin die Dichterin Else Lasker-Schüler, ich möchte so gern... mehr
Produktinformationen "«Viele sind sehr sehr gut zu mir»"
«Hochzuverehrender Herr Doktor. Ich bin die Dichterin Else Lasker-Schüler, ich möchte so gern Zürich und das Tessin wiedersehn und bitte Sie, es zu ermöglichen, ja? Kann ich im Kreis Hottingen meine Dichtungen vortragen? Und wo noch? Ich habe immer in Zürich vorgetragen und es war so nett.» «Ich liebe Zürich», bekennt Else Lasker-Schüler. Erstmals beleuchtet Ute Kröger auch die wenig bekannten frühen Aufenthalte der Dichterin in Zürich. Ihr geliebter und verwöhnter Sohn Paul lebt von 1917 bis 1919 in Zürich und Umgebung, unstet, zu seinem Ärger immer überwacht von seiner überbesorgten Mutter. 1917 wird er volljährig, sie hat Angst um ihn, Franz Marc und viele ihrer Freunde sind gefallen. Der Kilchberger Arzt Hans Huber bewahrt ihn mit Attesten vor der Einberufung. Bis zu seinem Todesjahr 1927 sind Paul und Else Lasker-Schüler immer wieder in Zürich. Die Behandlungen sind teuer, ihre Reisen nach Zürich auch. Sie knüpft ein Beziehungsnetz in die Kulturszene, findet da einen «Grosskapitalisten» und dort einen «Krösus», die ihr helfen. Auch über die Inflation kommt sie mit der Hilfe der Devisen von Zürcher Förderern. 1933 «holt» sie NZZ-Feuilletonchef Eduard Korrodi rechtzeitig nach Zürich, er veröffentlicht auch nach 1933 Texte von ihr, obwohl sie Arbeitsverbot hat, und kümmert sich privat um sie. Die Fremdenpolizei – die sie umgekehrt zur Verzweiflung bringt, da sie sich an keine Fristen und Auflagen hält und mehrmals ihr Geburtsdatum ändert – gängelt sie mit befristeten Aufenthaltsgenehmigungen. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verunmöglicht schliesslich ihre Rückkehr aus Jerusalem nach Zürich.
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