Schuldig und unschuldig

Bd. 1. Hg. von F. Hochender. Nachwort von J. Adler
Schuldig und unschuldig
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  • Adler, Hans G.
  • 2016
  • 350
  • gb
Der vorliegende Band ist der Auftakt einer fünfteiligen Ausgabe der gesammelten Erzählungen von... mehr
Produktinformationen "Schuldig und unschuldig"
Der vorliegende Band ist der Auftakt einer fünfteiligen Ausgabe der gesammelten Erzählungen von H. G. Adler. H. G. Adler, geboren 1910 in Prag, verstorben 1988 in London, promovierter Musik- und Literaturwissenschaftler, Erzähler und Lyriker, war zwischen 1942 und 1945 in mehreren nationalsozialistischen Konzentrationslagern interniert. Durch seine Lebensumstände wurde er zum Chronisten von Theresienstadt und zum Mitbegründer der Holocaustforschung. Im Bereich der Literatur machte sich Adler besonders mit seinen voluminösen Romanen "Panorama", "Eine Reise" und "Die unsichtbare Wand" einen Namen. Charakteristisch für diese nach dem Zweiten Weltkrieg im Londoner Exil verfassten Werke sind - neben deutlichen autobiographischen Einflüssen - ihre rhythmische Sprache und ihre musikalische Struktur. In zeitlicher Nachbarschaft zur großen "Romansymphonie""Die unsichtbare Wand", seinem epischen Hauptwerk, entstanden zwischen 1953 und 1967 die 54 "symphonischen Miniaturen", mit denen H. G. Adler in Schuldig und unschuldig sowohl thematisch als auch formal einen weiten Bogen spannt. Der Ruf "Du sollst nicht sein!" in Auszug aus einem Lande, dem abschließenden Text der Sammlung, erscheint als ein Widerhall der Botschaft "Du sollst nicht wohnen!" im Roman Eine Reise, der Verfolgung und Deportation zum Thema hat. Den vielleicht stärksten Kontrast dazu bilden im vorliegenden Band die Sorgen der Vaterländischen Liga für Mäuse sowie andere sehr humorvolle literarische Reaktionen auf kuriose Meldungen der britischen Tagespresse. Adler wechselt souverän zwischen banalen Alltagssituationen und mysteriösen Vorgängen, Unheimlichem und Märchenhaftem, phrasenhafter Konversation und geschliffener Prosa, Krönungs- und Trauermarsch, Lyrischem und Satirischem, in Texten wie Gestern und heute klingt die persönliche Situation des Autors an. Seine Prosakompositionen, an denen Adler zum Teil noch in seinen letzten Lebensjahren gefeilt hat, sind jetzt - oft mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrem Entstehen - erstmals zu vernehmen.H. G. (Hans Günther) Adler, geboren 1910 in Prag, gestorben 1988 in London, war Dichter, Historiker, Soziologe, Philosoph und einer der letzten Universalgelehrten des 20. Jahrhunderts. Er hat Auschwitz überlebt und zwei grundlegende Bücher über Theresienstadt sowie eine fundamentale Analyse zur totalitaristischen Bürokratie veröffentlicht. Weitere Veröffentlichungen.
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