Überall und nirgendwo

Jüdische Erinnerungen an Klagenfurt
Überall und nirgendwo
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  • 2016
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Das Buch enthält Erinnerungsberichte überlebender Juden aus Klagenfurt. Fred Reinisch, geb. 1921,... mehr
Produktinformationen "Überall und nirgendwo"
Das Buch enthält Erinnerungsberichte überlebender Juden aus Klagenfurt. Fred Reinisch, geb. 1921, wohnte in der Linsengasse am Landkanal und besuchte die Benediktinerschule und das Klagenfurter Gymnasium, wo er schon früh mit dem Antisemitismus konfrontiert wurde. Mit der Jugendallijah kam er zu einem Kibbuz nach Palästina, wo er die Landsleute Ernst Salzberger, Kurt Perlberg, Erwin Lustig, Ernst Weinreb und Rolf Friedländer traf. 1945 marschierte er mit der englischen Armee in Klagenfurt ein. Esther (Erna) Schuldmann war die Tochter von Moritz und Berta Zeichner, die ein Fell-Geschäft in der Adlergasse hatten; 1938 wurde Max, Abwehrkämpfer und Träger des Kärntner Kreuzes, von der Gestapo nach Dachau gebracht, Berta in das Ghetto von Kielce in Polen. Ihr Bruder Otto wurde 1942 in Auschwitz ermordet. Max und der Tochter Erna gelang die Flucht nach Palästina. Die Tante Juli Spitz arbeitete im Modehaus des Felix Preis. Dem Cousin Hugo ge-lang die Flucht nach Schweden; wie für Esther folgte die Alijah nach Israel (1948). Mit Hilfe der Klagenfurter Jüdin Lotte Weinreb gelang dem Vater die Flucht nach Palästina. Sie konnte 1940 nach Jugoslawien und 1941 nach Palästina fliehen, wo sie an der Hebräischen Universität studierte. Kurt Perlberg, geb. 1919, war der Sohn des Bankdirektors Karl Perlberg, der in der Radetzkystr. wohnte und 1938 nach Dachau kam; es gelang ihm, 1938 nach Palästina zu fliehen. Nach dem 2. Weltkrieg boten die Hausbesitzerinnen in der Radetzkystraße den Perlbergs die Wohnung zum Kauf an. Karl kehrte zunächst nach Klagenfurt zurück. Der Enkel Daniel besuchte 1957 die Großmutter Nelly in Klagenfurt. Auch Kurt Perlberg besuchte Klagenfurt öfters, wo er alte Freunde traf.
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