Die Gedichte

Hg. und komm. von G. Sander
Die Gedichte
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  • Lasker-Schüler, Else
  • 2016
  • 509
  • gb
Gottfried Benn nannte sie "die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte". Ihre Gedichte... mehr
Produktinformationen "Die Gedichte"
Gottfried Benn nannte sie "die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte". Ihre Gedichte beschwören in üppiger, prunkvoller und zugleich zarter Sprache die Poetisierung des Lebens in sich verdunkelnder Zeit. Die jüdischen und orientalischen Phantasien, ihre Masken und Rollen als Prinz Jussuf von Theben, Tino von Bagdad oder der 'Malik' haben jedoch nie ihre Klarsicht getrübt, bis hin zum letzten berühmten Gedichtband 'Mein blaues Klavier', 1943 im Jerusalemer Exil erschienen.Die neue kommentierte Gesamtausgabe gibt erstmals jedem Gedicht die zum Verständnis oft nötigen Informationen bei: über den (auto)biographischen Hintergrund der mit der Bohème und dem Berliner Kulturbetrieb der Weimarer Zeit vernetzten Dichterin wie auch zum ungeheuer breiten Anspielungshorizont der jüdischen Tradition. Geboten wird die gesamte Lyrik vollständig, in chronologischer Ordnung unter sorgfältiger Sichtung von Dubletten und Wiederveröffentlichungen sowie des Nachlasses. Damit erfüllt diese kommentierte Leseausgabe auch Ansprüche an eine kritische Ausgabe.Else Lasker-Schüler, 11. 2. 1869 Elberfeld - 22. 1. 1945 Jerusalem. Die Tochter eines jüdischen Bankiers erhielt nach Schulabbruch Privatunterricht, heiratete 1894 den Arzt Dr. Berthold Lasker und zog nach Berlin. Hier entwickelte sich kurz vor der Jahrhundertwende eine enge Freundschaft mit P. Hille, mit dem sie zeitweise in der von den Brüdern Hart gegründeten Neuen Gemeinschaft zusammenlebte; 'Das Peter Hille-Buch', ihre erste Prosaarbeit, überhöhte die Beziehung ins Traumhaft-Mythische. Inzwischen von Lasker geschieden, heiratete sie 1903 H. Walden, den späteren Herausgeber der Zeitschrift 'Der Sturm' (Scheidung 1912). 1933 emigrierte sie in die Schweiz und reiste danach wiederholt nach Palästina. Hier wurde sie 1939 vom Ausbruch des Krieges überrascht, so dass sie nicht mehr in die Schweiz zurückkehren konnte.Gabriele Sander, Dr. phil., geb. 1955 in Münster, Literaturwissenschaftlerin an der Universität Wuppertal
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