Katz-Rosenthal, Ehrenstraße 86, Köln

"Ich halte Euch fest und Ihr lasst mich nicht los!"
Katz-Rosenthal, Ehrenstraße 86, Köln
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  • Vieten, Michael
  • 2016
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Produktinformationen "Katz-Rosenthal, Ehrenstraße 86, Köln"
"Katz-Rosenthal? Ja sicher, kenne ich die. Die waren Metzger und früher sehr bekannt hier in Köln mit mehreren Geschäften. Soweit ich weiß, waren sie Juden!" Darauf folgt in der Regel eine betretene Stille. Eine häufige Antwort, die man heute von den wenigen hochbetagten Einwohnern erhält, die ihre Stadt noch vor dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben und sie liebevoll das "Alte Köln" nennen. Auf die Frage, was mit den jüdischen Firmeninhabern in der Nazizeit passiert ist, haben sie in der Regel keine Antwort.Als der Autor vor einigen Jahren in die Ehrenstraße 86 zog, hatte er selbst noch nie von "Katz-Rosenthal" gehört. Nachdem er eines Tages erfuhr, dass ein Mann in seinem Haus Selbstmord begangen hätte, der einer der Inhaber des Unternehmens gewesen sei, begann er, sich damit zu beschäftigen, welche Menschen 80 Jahre zuvor im gleichen Haus gelebt und welche Schicksale sich in den Räumen abgespielt haben mögen. Dies war der Anfang einer aufwändigen Spurensuche nach der Kölner Unternehmerfamilie Katz-Rosenthal, die bereits 1928 durch die "Mäuseaffäre" im "Westdeutschen Beobachter" unter der Leitung von Robert Ley, dem späteren Reichsleiter der NSDAP und des Einheitsverbands Deutsche Arbeitsfront, fast um ihre Existenz gebracht worden wäre.
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