Die Kalendereinträge von 1916-1918

Hg. von M. Giefer und C. Tögel
Die Kalendereinträge von 1916-1918
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  • Freud, Sigmund
  • 2016
  • 300
  • gb
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Produktinformationen "Die Kalendereinträge von 1916-1918"
"Martin Leutnant, Ernst Fähnrich", damit beginnen Sigmund Freuds rund 270 Einträge in Prochaska's Familien kalender aus den Kriegsjahren 1916-1918.Im Mittelpunkt steht die Sorge um seine drei Söhne, die beim Militär sind, und um die übrigen Familienangehörigen. Aber auch Berufliches, Urlaubsreisen, Besucher sowie Ereignisse aus Politik und Krieg sind verzeichnet.Mit seinen Einträgen hält Freud fest, was für ihn wichtig ist, trifft dabei eine Auswahl und verleiht dem Notierten eine Bedeutung, die sich dem späteren Leser nicht immer sogleich erschließen mag.Im Zusammenhang wahrgenommen sind sie eine Dokumentation von Freuds Leben in einer sehr bedrückenden und sorgenvollen Zeit. Einer Zeit, in der es darum geht, den Ablauf des Alltags zu sichern, die tödlichen Gefahren für die Familienangehörigen aus-zuhalten und mit den Einschränkungen im beruflichen Alltag und in der psychoanalytischen Bewegung umzugehen. Seine Kalendereinträge mögen in diesen Kriegszeiten daher auch so etwas wie Struktur für den Alltag bilden, einen Halt bieten in den täglich neu auftretenden Wirren und Bedrohungen, eine Erinnerung für eine möglicherweise letzte Begegnung darstellen.Die Herausgeber haben die meist knappen Einträge Freuds mit Erläuterungen und Kommentaren erschlossen und damit Freuds Leben und das, was ihn in jenenJahren bewegte, erhellt. Zahlreiche Abbildungen illustrieren die Texte.Die bisher unveröff entlichten, nur einem kleinen Kreis von Forschern bekannten Kalendereinträge werden hier in ihrer Gesamtheit publiziert; sie erweitern wiedie vor zwanzig Jahren veröffentlichte "Kürzeste Chronik" (1929-1939) das Freudbild.Sigmund Freud wurde 1856 in Freiberg (Mähren) geboren. Nach dem Studium der Medizin wandte er sich während eines Studienaufenthalts in Paris, unter dem Einfluss J.-M. Charcots, der Psychopathologie zu. Anschließend beschäftigte er sich in der Privatpraxis mit Hysterie und anderen Neurosenformen. Er begründete die Psychoanalyse und entwickelte sie fort als eigene Behandlungs- und Forschungsmethode sowie als allgemeine, auch die Phänomene des normalen Seelenlebens umfassende Psychologie. 1938 emigrierte Freud nach London, wo er 1939 starb.Christfried Tögel, geboren 1953 in Leipzig; Studium der Klinischen Psychologie und Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, Promotion und Habilitation zur Traumforschung bzw. zur Geschichte der Psychoanalyse; 1992/93 Supervisor der Erfassung und Neuordnung des "Sigmund Freud-Haus Archivs" Wien, 1994 Erfassung der Archivbestände des Freud Museum London, seit 2000 Leiter des Sigmund-Freud-Zentrums in Uchtspringe, seit 2004 Direktor des SALUS-Instituts für Trendforschung und Therapieevaluation in Magdeburg.
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